Nordbrand Nordhausen besitzt eine lange Geschichte – aber eine noch viel längere Tradition. Bereits Urkunden aus dem Jahr 1507 belegen die "Branntweinproduktion" in der ehemals freien Reichsstadt. Mehrere Jahrhunderte lang verschaffte die Kornbrennerei Nordhausen Wohlstand und politische Selbständigkeit.
1726 wurden von 69 Nordhäuser Brennherren 1,4 Millionen Liter Branntwein verkauft. Ende des 18. Jahrhunderts produzierten in Nordhausen zeitweise rund 100 Brennereien fünf Millionen Liter Kornbranntwein pro Jahr. Bereits 1789 legte ein Reinheitsgebot die Zutaten für den Nordhäuser Korn fest: zwei Drittel Roggen und ein Drittel Gerste oder Malz.
Unter den Folgen von zwei Weltkriegen hatte jedoch auch die Kornproduktion zu leiden. 1926 waren nur noch 37 Brennereien in Nordhausen aktiv und als im April 1945 Bombenangriffe die Stadt zu fast 80 Prozent zerstörten, wurden dabei auch viele der traditionellen Betriebe vernichtet.
Der Aufstieg von Nordbrand Nordhausen beginnt nur wenige Jahre nach Ende des 2. Weltkriegs in der ehemaligen DDR. 1948 aus dem Privatbetrieb "Nordhäuser Branntweinwerk, Korn- und Weinbrennerei" hervorgegangen, wurde dem VEB Nordbrand Nordhausen 1953 die "Reichsmonopolverwaltung für Branntwein, Außenstelle Nordhausen" angegliedert.
Unter den Bedingungen der Planwirtschaft entwickelte sich das Unternehmen mit mehreren Brennereien und Abfüllanlagen schnell zu einem der größten Produzenten von Spirituosen und Alkohol in ganz Europa. Auch nach der Wiedervereinigung setzt sich die Thüringer Erfolgsstory fort.
1990 ging Nordbrand Nordhausen zunächst als 100prozentige Tochter in der Eckes AG, einem der bedeutendsten deutschen Nahrungs- und Genussmittelhersteller auf. Seit 2007 gehört das Unternehmen zur Rotkäppchen-Mumm-Gruppe, Deutschands größtem Sekthersteller.
2008 feierte das Unternehmen sein 60-jähriges Firmenjubiläum. Als einer der bekanntesten und beliebtesten Anbieter auf dem ostdeutschen Spirituosenmarkt ist Nordbrand Nordhausen auch für die Zukunft hervorragend gewappnet.